Bildung und ihre Freunde

In den letzten zwei Tagen zogen hunderttausende Studenten durch die Städte in Deutschland, um ihr Bildungsideal zu propagieren. Die so dermaßen verschiedenen Standpunkte der Studierenden und der Schüler_innen – “Bildungssystem okay, ein wenig verbessern”; “Bildungssystem schlecht, so machen wie “früher”" – waren zwar allesamt nicht wirklich spannend, in “Criminal Mainz” ergaben sich für “kritische Begleiter_innen” allerdings ein paar amüsante Situationen.
Die durch die Medien bekannte Stürmung des Abgeordnetenhauses des Landtages war zwar deutlich unspektakulärer, als die Berichte erwarten lassen, und hatte als Resultat auch nur einen “offenen Dialog mit Politikern” zur Folge, war aber im Ablauf durchaus interessant anzuschauen. Die “geschmierten” Parolen selbst schienen auch nicht direkt dem Geist der Mehrheit auf jener Demo zu entspringen (“No Border – No Nation – Reeducation!”), sorgten aber bei der Polizei für sichtbar schlechte Laune und bei den Abgeordneten für medienwirksame Empörung. Da zeitgleich eine Ausstellung zum Thema “20 Jahre Revolution”, sprich zur Wiedervereinigung zweier bereits zu großer zu einem größten Übel im Foyer ausgestellt war, kam auch diese nicht unbeschädigt davon. Berichten zufolge wurde eine DDR-Schreibmaschine – warum man eine solche ausstellte oder klauen wollte, konnte bis jetzt niemand sagen – entwendet. Doch damit nicht genug. Weiterlesen