Man ist ja von Herrn Köhler, seines Zeichen Bundespräsident, in Sachen dämliche Aussagen einiges gewöhnt. Speziell im Bereich des Finanzwesens zeigte Horst Köhler in der Vergangenheit mit Leidenschaft seine Interpretation von Gut und Böse im Kapitalismus. Deshalb durfte man gespannt sein, was Horst Köhler bei dem Frankfurt European Banking Congress an Weisheiten parat hatte. Schließlich lechzte “sein Volk” doch nach Erklärungen, wieso sie jetzt schon wieder kein Geld mehr haben. Köhler sollte nicht enttäuschen.
Solide kaufmännische Grundregeln wurden missachtet. Teile der Finanzbranche koppelten sich ab von der Realwirtschaft. Ich bitte sie: besinnen sie sich wieder auf die Tugenden des soliden Bankiers. Und ich sage bewusst “Bankiers”. Und nicht “Banker”.
Genau. Denn “Banker”, das sind diese schmierigen Typen mit dem Gel in den Haaren, dem Sportwagen vor der Tür und der Koks an der Nasenspitze, die irgendwo hinter dem großen Teich leben und den ganzen langen Tag nur mehr und mehr Profit zusammenraffen. “Bankiers” dagegen haben deutsche Frau und Familie, einen adrett gelegten Scheitel, arbeiten hart für ihr Unternehmen und schaffen so Kapital für Frau, Volk und Vaterland.
Horst Köhler beweist mit diesem Verständnis vom raffgierigen Amerikaner und dem schaffenden Deutschen jedoch nicht nur ein ekliges Verständnis vom Kapitalismus, sondern auch, dass er tatsächlich ein äußerst guter Bundespräsident ist. Denn wer sonst könnte Positionen von der NPD über die Gewerkschaften und die SPD bis zur Linken in einem Satz so gut vereinen?
Damit wäre der Realität mal wieder genüge getan. Und mal ehrlich: Wer ist denn von solchen verbalen Hässlichkeiten aus Deutschland denn noch wirklich schockiert? Tatsächlich schockierende Nachrichten findet man sowieso wo anders.
Dass Panda-Bären nicht so knuddelig sind, wie sie aussehen, hat ein chinesischer Student schmerzhaft erfahren. Der Mann war am Freitagnachmittag im Zoo der Stadt Guilin über den zwei Meter hohen Zaun des Bären-Geheges geklettert, um einen Panda-Bären zu streicheln, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. Er wurde von einem 80 Kilogramm schweren Panda-Männchen angegriffen und an Armen und Beinen schwer verletzt.
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Schockierend ist dabei nicht die Nachricht an sich, sondern die offensichtliche Lüge. Denn natürlich weiß jede halbwegs intelligente Person, dass diese Meldung gnadenlos gefälscht ist. Der Fakt, dass Pandabären unglaublich cool und knuddelig sind, soll durch eine hinterhältige Medienkampagne bestritten werden. Das Motiv ist natürlich klar: Sobald das öffentliche Interesse an Pandabären erlahmt, kann China das kostspielige Programm zur Erhaltung der coolsten Tiere der Welt einstellen. Denn mal ehrlich: Wer glaubt denn wirklich, dass diese Kreaturen etwas böses tun würden?
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